
Die „Drittellösung“: Wenn Bürgergeld, Teilzeit und Schwarzarbeit aufeinander treffen
Die ZDF-Dokumentation „Die Jobcenter-Falle – was läuft falsch beim Bürgergeld?“ zeigt ab Minute 30:42 eindrucksvoll, mit welchen Methoden Plattformdienste wie Uber & Co. arbeiten – auf Kosten der Allgemeinheit und des ehrlichen Taxigewerbes.
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Was ist die „Drittellösung“?
Der Begriff stammt von Ermittlern des Zolls. Gemeint ist eine gängige Aufteilung bei Fahrern, die über Plattformen wie Uber oder Bolt arbeiten:
- Ein Drittel reguläres Einkommen (Teilzeit-Anstellung)
- Ein Drittel Bürgergeld (staatliche Unterstützung)
- Ein Drittel Schwarzarbeit („Schwarzlohn“ – illegal & ohne Abgaben)
Diese Praxis führt zu Wettbewerbsverzerrung, Steuerausfällen und sozialer Ungerechtigkeit. Denn ehrliche Taxiunternehmen, die sich an alle Vorschriften halten, werden so systematisch benachteiligt.
Was sagt die Branche dazu?
Wie Taxi Heute berichtet, zeigen Ermittlungen:
- Rund 90 % der aufstockenden Fahrer arbeiten nur Teilzeit – nicht wegen niedriger Löhne, sondern zu kurzer Arbeitszeit.
- Verdachtsmomente auf organisierte Schwarzarbeit durch Analyse von Fahrtdaten, App-Nutzung und Bargeldumsätzen.
- Bei bundesweiten Kontrollen wurden über 1.600 Fahrer überprüft und mehr als 260 Betriebsunterlagen ausgewertet.
Konsequenzen & Forderungen
Im Mai durchsuchte die Staatsanwaltschaft Frankfurt 49 Objekte von Subunternehmern der Plattformdienste. Es geht um den Verdacht auf Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und Verstöße gegen den Mindestlohn.
Das Bundesfinanzministerium kündigte an, gesetzliche Verschärfungen prüfen zu wollen – unter anderem durch digitale Auswertungen und mehr Kontrollrechte.
Fazit
Diese Form der Ausbeutung und der systematischen Umgehung von Sozialabgaben darf nicht länger hingenommen werden. Die ehrliche Taxi-Branche braucht Fairness und klare Regeln – und die Politik muss handeln!
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„Die Jobcenter-Falle – was läuft falsch beim Bürgergeld?“ (ZDF)
